Lesend versuche ich die Welt zu verstehen. Schreibend, meine Gedanken und Gefühle zu ordnen. Die hier veröffentlichten Gedichte muss man nicht lesen. Aber ich freue mich natürlich… Bei Verwendung bitte immer die Quelle erwähnen und das Urheberrecht beachten.
Diese Gedichte sind nicht nur als Momentaufnahmen und Beschreibungen eines Augenblicks zu verstehen, sondern – manchmal mehr, manchmal weniger – als Gespräche von einem lyrischen Ich zu einem lyrischen Du. Und manchmal liegt beides in einer Person – ich rede mit mir selbst.
Sie sind aber auch gedacht als Beiträge zur Kommunikation in einer Welt, in der das Denken immer stärker durch technisch konstruierte und depersonalisierte Scheinwirklichkeiten geformt wird, wie wir es in der medialen Berichterstattung, gerade in diesen Krisenzeiten, verstärkt erleben. Der oder die Einzelne erfährt sich zunehmend als Projektions- und Aufnahmefläche für ein von außen in ihn oder sie hineingelegtes Denken und Fühlen.
Die Gedichte, sollen nicht nur durch ihre Sprache leben und durch die entstehenden Bilder, sondern eine Melodie erzeugen, die über das Mitklingen von Bedeutungen in und zwischen den Worten entsteht.
Worte, die ein Netz bilden, das sich von Wort zu Wort spannt und Bedeutungsfelder erschaffen, die den Lesenden Gelegenheiten zum Erfahren eines eigenen Echos in sich selbst geben.
Ein Wort
weiß nichts
vom Wesen
der Welt
in Worten
entfremdet
aus
gesperrt
aus
geschrieben
aus
gesagt
aus
gezählt
wird das Wesen enthüllt
in dem Klang
der den Zwischenraum füllt
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